Obsidian ist bei mir kein Notiz-Tool. Es ist die zentrale Wissensdatenbank meines lokalen KI-Stacks — gespeist von einem Python-Daemon der automatisch alles erfasst was ich kopiere.
Das Problem
Ich teste täglich mehrere KI-Modelle mit denselben Prompts. ChatGPT, Claude, Gemini, Grok, DeepSeek, LeChat, Lumo. Die Antworten vergleichen? Ohne System unmöglich.
Die Lösung: Clipboard Daemon + Obsidian
Ein Python-Skript läuft permanent im Hintergrund in Termux. Es prüft alle 2 Sekunden das Clipboard. Sobald sich etwas ändert — und es länger als 80 Zeichen ist — wird es automatisch als Markdown-Datei in den Obsidian Vault gespeichert.
Du zahlst 20€/Monat für ChatGPT Plus. Oder nutzt die “kostenlose” Gemini API. Du denkst, du hast Kontrolle. Du hast sie nicht.
Was eine API wirklich ist
Eine API ist kein Werkzeug das du besitzt — es ist eine Tür die jemand anderes kontrolliert. OpenAI kann Preise ändern. Modelle deprecaten. Deine Anfragen loggen. Den Zugang sperren. Alles ohne Vorwarnung.
Das ist kein hypothetisches Risiko. Es ist Geschäftsmodell.
Der Lock-in ist technisch
`# Heute: OpenAI API
curl https://api.openai.com/v1/completions -H "Authorization: Bearer " ...
# Morgen: Migration zu lokalem Stack
curl http://localhost:8080/v1/completions ...
# Gleicher Endpoint. Andere Kontrolle.
OpenAI-kompatible APIs existieren genau deshalb — weil der Lock-in real ist und Alternativen ihn imitieren müssen um akzeptiert zu werden.
Digitale Souveränität von Unterwegs: Self-Hosting mit Hetzner – Meine Perspektive als Smartphone-Entwickler
Als Lukas von neobild.de lebe ich die Philosophie der digitalen Souveränität konsequent aus. Mein gesamter Workflow basiert auf einem einzigen Gerät: einem Xiaomi Smartphone mit Snapdragon 8 Gen 3 und knapp 7GB verfügbarem RAM. Das mag für viele unkonventionell klingen, ist aber meine Realität. Ich arbeite ausschließlich in Termux, nutze proot-distro für eine vollwertige Ubuntu-Umgebung und steuere von dort aus alles – von der Code-Entwicklung bis zur Serververwaltung. Einen dedizierten PC oder gar einen eigenen lokalen Server gibt es in meinem Setup nicht. Diese mobile, minimalistische Herangehensweise bringt jedoch zwangsläufig bestimmte Limitationen mit sich, besonders wenn es um rechenintensive Aufgaben oder das Hosten komplexer Dienste geht. Genau hier kommt ein bewährter Hosting-Anbieter ins Spiel: Hetzner.
Wer sagt, dass man für eine professionelle Web-Administration einen Laptop braucht? In meiner “Sovereign Tech” Architektur auf neobild.de dient WordPress nur noch als Ausspiel-Layer. Die eigentliche Kontrolle liegt in meiner Hosentasche.
Die Philosophie: CLI statt Klicks
Anstatt mich durch überladene Web-Interfaces zu quälen, verfasse ich meine Beiträge lokal in der Termux-Umgebung auf meinem Android-Smartphone. Dies folgt dem Prinzip der digitalen Souveränität: Der Text gehört mir, er liegt physisch auf meinem Gerät und wird erst bei Fertigstellung asynchron übertragen.
Ein System zu besitzen bedeutet, es nach den eigenen Regeln zu bedienen. Das klassische WordPress-Backend ist für Autoren gebaut, die bunte Buttons und Drag-and-Drop-Builder brauchen. Für ein minimalistisches „Sovereign Tech“ Setup ist das reiner Overhead.
Mein Ziel: Ich möchte meine Artikel offline in Termux (via nano oder vim) als reines Markdown schreiben und mit einem einzigen Befehl auf meinen Server pushen. Kein langsamer Browser, kein Login-Screen, keine Ablenkung.
Hier zeige ich, wie ich die WordPress REST-API mit einem simplen Python-Skript nutze, um genau das zu erreichen.
Ein System zu besitzen bedeutet, es zu verstehen. Während die meisten Webseiten-Betreiber blind auf “Security-Plugins” vertrauen, schauen wir bei NeoBild direkt in die Log-Files.
Die Entdeckung
Bei einer routinemäßigen Analyse der Apache-Access-Logs mittels DuckDB in meiner lokalen Termux-Umgebung fiel eine IP-Range besonders auf: 45.130.203.x. Innerhalb kürzester Zeit versuchte dieser Akteur, sensible Pfade wie /wp-includes/ und /ALFA_DATA/ abzugrasen.
Die Analyse mit DuckDB
Anstatt riesige Textdateien manuell zu durchsuchen, nutze ich SQL-Abfragen direkt auf dem Smartphone. DuckDB erlaubt es mir, gepackte .gz-Logs in Millisekunden auszuwerten. Das Ergebnis war eindeutig: Ein klassischer automatisierter Scanner auf der Suche nach bekannten Schwachstellen.