WordPress fernsteuern: Artikel-Publishing via Python REST-API (ohne Browser)

Ein System zu besitzen bedeutet, es nach den eigenen Regeln zu bedienen. Das klassische WordPress-Backend ist für Autoren gebaut, die bunte Buttons und Drag-and-Drop-Builder brauchen. Für ein minimalistisches „Sovereign Tech“ Setup ist das reiner Overhead.

Mein Ziel: Ich möchte meine Artikel offline in Termux (via nano oder vim) als reines Markdown schreiben und mit einem einzigen Befehl auf meinen Server pushen. Kein langsamer Browser, kein Login-Screen, keine Ablenkung.

Hier zeige ich, wie ich die WordPress REST-API mit einem simplen Python-Skript nutze, um genau das zu erreichen.

Die Vorbereitung: Das Application Password

Um per API mit WordPress zu kommunizieren, nutzen wir aus Sicherheitsgründen nicht unser Hauptpasswort. WordPress bietet dafür sogenannte „Anwendungspasswörter“ (Application Passwords).

  1. Im WP-Admin auf Benutzer -> Profil gehen.
  2. Ganz unten unter „Anwendungspasswörter“ einen neuen Namen (z.B. „Termux API“) vergeben.
  3. Das generierte Passwort kopieren und sicher aufbewahren.

Der Workflow in der Praxis

Der Prozess ist nun maximal auf Effizienz getrimmt:

  1. Ich öffne Termux, bin komplett offline und schreibe meinen Text in Ruhe runter.
  2. Sobald ich online bin, pushe ich den Text auf den Server: python push_draft.py

Sekundenbruchteile später ist der Artikel im System, sauber formatiert und dank unserer Core-Logik automatisch mit der richtigen Kategorie und sauberen Metadaten versehen.

Das ist der Kern digitaler Souveränität: Die strikte Trennung von Content-Erstellung und Content-Management. Mein Wissen liegt lokal als universelle Markdown-Datei in meiner Hand. Der Server ist nur noch das Ausgabemedium.

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